Fast wie in vergangenen Zeiten wähnte man sich beim Unterhaltungsabend der
Musikgesellschaft Aadorf. Mit dem Motto «Kino Rex» wurden Erinnerungen an das
ehemalige Aadorfer Kino wach, umrahmt von anspruchsvoller Musik zu bekannten Filmen
unserer Zeit.
Mit dem Motto «Kino Rex» gelang der Musikgesellschaft Aadorf ein Volltreffer, war doch
der Saal im Aadorfer Gemeinde- und Kulturzentrum voll besetzt. Sogar die Nachkommen
des ehemaligen Kino-Betreibers an der Sirnacherstrasse reisten an, um an diesem
Unterhaltungsabend teilzunehmen und gaben dabei gleich auch einige Reminiszenzen
aus dem Kino-Betrieb zum Besten, was im Saal einiges Gelächter auslöste.

Filmmusik von A bis Z

Unter Leitung von Marco Frischknecht liefen die knapp vierzig Musikantinnen und
Musikanten zur Höchstform auf. Mit dem Eröffnungsmarsch «Colonel Bogey», der im
Kriegsdrama «Die Brücke am Quai» als Titelmusik diente, konnte der Verein die
Zuhörerschaft gleich von Anfang an in seinen Bann ziehen.
Maren Kauke und Roman Engeler führten mit Witz und Ironie sowie mit informativen
Angaben zu den dargebotenen Stücken durch das Programm. In einem Sketch wurde
auch die aktuelle Politik noch etwas auf die Schippe genommen, stellten sich die beiden in
einem Sketch doch die Frage, ob es für die Kasse des Vereins wohl besser wäre,
Deutschland eher eine Steuersünder-CD oder eine Compact-Disc mit Konzertaufnahmen
des Vereins zu verkaufen.
Mit Musik zu Filmen wie «Out of Africa», «Der mit dem Wolf tanzt» oder «La vite è bella»
sowie zur bekannten US-Fernsehserie «Hawaii-Five-O» ging es im Programm weiter bis
der erste Teil mit dem Rock- und Pop-Medley «Eighties Flashback» abgeschlossen wurde.
Auch in diesem Stück, es handelte sich um das Aufgabenstück beim kantonalen Musikfest
im vergangenen Jahr, war Filmmusik verpackt.

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Auftritt des Panthers
Nach der Pause ging es mit der imposanten Komposition «Star Wars» weiter. Sanfter war
die Fortsetzung mit der Interpretation der Titelmelodie zum melodramatischen Streifen
«Love Story». Dann waren alle gespannt, ob Solo-Posaunist Paul Fässler wohl in einem
rosaroten Panther-Kostüm den «Pink Panther» interpretieren würde. Er tat dem Publikum
diesen Gefallen, und dieses verdankte ihm den Auftritt mit langanhaltendem Applaus und
entsprechender Aufforderung zu einer Zugabe.

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Ein Medley zu «Legend of Zorro», eine Stippvisite im Jura bei der «Gilberte Courgenay»
und der grandiose Abschluss mit Musik zu «Fluch der Karibik« waren die nächsten
Stationen im Programmablauf. Selbst bei den Zugaben setzte man voll auf die Sparte
Film. Die Märsche «Die fliegenden Männer in ihren tollkühnen Kisten» sowie «Locarno»,
passend zur Stadt des Schweizer Filmfestivals, bildeten den musikalischen Abschluss
eines überaus abwechslungsreichen und unterhaltsamen Programms.

Bis in die Morgenstunden

Unbeeindruckt von der Zeitumstellung ging es im Anschluss im «Casablanca»-Café und in
der «Movie»-Bar weiter, wo DJ Roger für Jung und Alt von Retro-Klassik über Folkrock bis
hin zu den aktuellen Charts beinahe das ganze Musikspektrum abdecken konnte.
Gewinner des Abends waren eigentlich alle. Die Musikgesellschaft Aadorf bot mit ihrem
Dirigenten Marco Frischknecht ein tolles Programm, die Besucher ihrerseits kamen voll
auf ihre Rechnung und durften als glückliche Tombola-Gewinner auch schöne Preise mit
nach Hause nehmen.
Der Verein selbst will weiter an sich arbeiten. So ist für 2011 die Teilnahme am
eidgenössischen Musikfest beschlossene Sache. Auch in Sachen Nachwuchs wird sich
etwas tun. In enger Zusammenarbeit mit der Musikschule ist die Bildung einer
Jugendband geplant. Dieses ebenfalls von Marco Frischknecht geleitete Ensemble soll ab
August seinen Betrieb aufnehmen und so den Musikschülern neben dem
Individualunterricht die Möglichkeit des Musizierens in einem Ensemble bieten.

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