«Wir sind das einzige Land, das sich als Genossenschaft versteht»

Zur Freude des jungen Einwohnervereins fanden sich mehr als doppelt so viele Festteilnehmer wie erwartet vor dem Aadorfer Gemeindezentrum ein. Wohl nicht zuletzt dank der Rednerin: Brigitte Häberli-Koller.

 

Kurt Lichtensteiger

Aadorf. Für eine gelungene 1.-August-Feier hätten die Voraussetzungen am Vorabend zum Nationalfeiertag nicht besser sein können: wärmend einfallende Sonnenstrahlen, ein festlich dekorierter Gemeindeplatz, eine flott aufspielende Aadorfer Musikgesellschaft, freundliches Servierpersonal und ein erwartungsfrohes Publikum gemischten Alters.

Dieses war so zahlreich erschienen, dass zuerst das Ghackets mit Hörnli und bald auch die Würste ausverkauft waren. Zusätzliche Tische wurden im Nu herbeigeschafft, und 200 zusätzliche Würste liessen sich ebenfalls noch organisieren, so dass niemand enttäuscht von dannen ziehen musste.

Vorwärts schauen

Nationalrätin Brigitte Häberli-Koller lehnte sich in ihrer Ansprache an die Sage vom gestiefelten Kater an, der nur noch zurückblicken konnte. Zwar könne ein Blick zurück spannend und lehrreich sein, doch wichtiger sei der Blick nach vorn; es gelte, die Zukunft zu gestalten und zu entwerfen. Es sei zudem wichtig – und dies nicht nur am 1. August – an die Gemeinschaft zu denken und nicht Einzelinteressen zu verfolgen.

In ihrer gehaltvollen Rede streifte sie Verbindendes, Trennendes und Herausforderndes in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. «Wir sind das einzige Land, das sich als Genossenschaft versteht: als Eidgenossenschaft.» Jeder profitiere von der Gemeinschaft, und jeder leiste seinen Beitrag», sagte die Ständeratskandidatin.

Drei Wünsche zum Schluss

Zum Schluss formulierte sie drei Wünsche: nämlich eben diesen Beitrag zu leisten, an eine optimistische und selbstbewusste Schweiz zu glauben sowie den Werten wie Anstand, Respekt und Toleranz nachzuleben.

Quelle: thurgauer tagblatt online