92 Jahre und noch immer genug Puste

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Sepp Stadler, ein Urgestein der Aadorfer Musik. (Bild: kli)

Die Aadorfer Vereine bereiteten der Musikgesellschaft und dem Männerchor einen herzlichen Empfang. Auch der älteste aktive Teilnehmer am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen, Sepp Stadler, marschierte mit.

Kurt Lichtensteiger

Aadorf. Stolz marschierten die Musikanten der Musikgesellschaft Aadorf und die Sänger des Männerchors Aadorf am Sonntagabend vom Bahnhof zum Gemeindezentrum. Bei einem Apéro stiessen sie in aufgeräumter Stimmung mit Delegationen der örtlichen Vereine aus Sport und Kultur auf die erfolgreiche Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen und am Kantonalen Gesangfest in Sirnach an.

Unter ihnen befand sich Sepp Stadler. Mit 92 Jahren war der Aadorfer der älteste aktive Teilnehmer am Eidgenössischen Musikfest. 1934 hatte er bereits als Jungbläser am Kantonalen Musikfest in Bischofszell teilgenommen. Noch immer spielt er in der Musikgesellschaft Aadorf die Trompete und das Horn und erteilt seit Jahrzehnten Blasmusik-Unterricht. Mit Stolz präsentierte er gleich zwei seiner Schüler, denen er die richtige Blastechnik beibringt. Ans Aufhören mag der rüstige Senior noch gar nicht denken.

Ein Vorzüglich

Die Blasmusikanten unter der Leitung von Vizedirigent Roman Engeler gaben noch eine Kostprobe ihres Könnens ab, ehe unter den Klängen des Fahnenmarsches sieben Fahnenträger zum Fahnengruss aufmarschierten. «In der Marschmusikkonkurrenz plazierten wir uns wohl in den hinteren Rängen, doch beim Selbstwahlstück konnten wir uns mit einem Vorzüglich und beim Aufgabenstück mit einem Sehr gut eindrucksvoll rehabilitieren, so dass schliesslich der 4. Schlussrang herausschaute», sagte Präsident Arthur Frischknecht. In der 3. Stärkeklasse beteiligten sich immerhin 30 Vereine, was den beachtlichen Leistungsausweis unterstreichen mag.

Die Sänger im Sog

Im Sog der Musikanten bewegte sich der Männerchor, der mit Bichelsee eine Chorgemeinschaft gebildet hatte. «Mit der Teilnahme am Kantonalen Gesangfest haben wir in erster Linie das Erlebnis gesucht und zugleich Erfahrungen gesammelt», sagte Präsident Georg Breitenmoser. «Unsere drei aufgeführten Lieder wollten wir nicht mit einer Note bewertet wissen, freuten uns aber dennoch über das positive Echo beim Bewertungsgespräch», ergänzte Dirigent Hansruedi Früh.

Erfolgreich gestaltete sich ausserdem das Jugendförderungsprojekt, das von Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülern mit Ehemaligen bestritten worden war.

 Quelle: Thurgauer Tagblatt online