Text und Bild: Christoph Heer

Gestresst? Die Musikgesellschaft bot Abhilfe.
Die Vorweihnachtszeit wurde an vielen Orten eingeläutet. Die Märkte und Weihnachtsbeleuchtungen
zeugen vom Einzug der Adventszeit. Doch gerade in dieser Zeit fühlt sich manch einer gestresst.
Da kam das Kirchenkonzert der MG Aadorf gerade richtig.

Das Konzert der Musikgesellschaft Aadorf findet jedes Jahr statt. Zwar nicht immer am gleichen Datum, doch das spielt auch gar keine Rolle, der Besucherandrang ist stets hoch. So fanden am vergangenen Sonntagabend wiederum um die 130 Gäste den Weg in die evangelische Kirche. Was folgte, war eine gut einstündige Hommage an die innere Zufriedenheit. Stress? Das war gestern, könnte das Motto gewesen sein. Denn schon vom ersten Takt an – dem «Festmarsch Opus 452» von Johann Strauss – legten sich die Anspannungen, die sich in der Woche zuvor angestaut hatten. Man sank in die Bank, schloss die Augen, spitzte die Ohren und entfloh mit seinen Gedanken irgendwohin; bloss weit weg von jeglichem Stress und Ärger. «A Hymn for a Band», «Quingenti », das bekannte Adagio von Wolfgang Amadeus Mozart, oder «Pompeji», die Liederauswahl hätte besser nicht sein können. Von rassig beschwingt, bis fein daherkommende, leichte Töne, es hat Zusammengepasst. Und da war da noch das «Pavane in Blue» von Ted Huggens. «Zu dieser Komposition müsste man derart langsam tanzen, das würde die SUVA freuen, denn bei soviel Langsamkeit gäbe es bestimmt keine Plattfüsse oder Stopleris», erklärte Roman Engeler, der wie gewohnt gekonnt und in sympathischer Manier durch das Konzert führte. Im Gegensatz zum Langsamen, stand die «Tipsy Serenade Opus 264». Nicht, dass diese von Geschwindigkeit strotzen würde, «aber es könnte so tönen, dass man das Gefühl bekommen könnte, die Musikanten spielten nach einem oder zwei Gläser Bier, oder einfach leicht beschwipst», so Engeler. Wie immer wurde die MG von Marco Frischknecht dirigiert. Er und seine Musikanten bewiesen einmal mehr ihre Vielseitigkeit und ihr immenses Können. Das Konzert, natürlich mit einer musikalischen Zugabe, genossen auch die Aadorfer Maria und Alfred Eggerschwiler. «Einmal mehr eine sensationelle Leistung unserer heimischen Musikgesellschaft». Alfred Eggerschwiler präsidierte vor vielen Jahren selbst diesen Verein. Oder wie es Karl Faist, ebenfalls aus Aadorf umschrieb, «Tipp top. Ein ganz feines Konzert haben wir da geboten bekommen». Und nach dem feinen Konzert fehlte natürlich auch der gesellige, feine Apéro nicht. 

MG Aadorf 2