Erfolgreich am Eidgenössischen

Die Musikgesellschaft Aadorf hat am eidgenössischen Musikfest den vierten Platz in der dritten Stärkeklasse erreicht. Mit diesem Resultat darf der Verein ein überaus positives Fazit aus der Expedition «EMF St. Gallen» ziehen.

(Eing.) Nach einem Unterbruch von über 60 Jahren hat die Musikgesellschaft am vergangenen Samstag erstmals wieder an einem eidgenössischen Musikfest teilgenommen. Nach einer intensiven Vorbereitungs- und Übungszeit war der Verein gespannt, wie die Jury die Aufführungen von Aufgabe- und Selbstwahlstück benoten würde.

Konzertvortrag

Als man um 10 Uhr vormittags im Kirchgemeindehaus St. Mangen zum Wettspiel antrat, war zwar eine gewisse Anspannung der Musikanten festzustellen, doch von einer hektischen Nervosität spürte man kaum etwas. Der Start ins Aufgabenstück «Quingenti» gestaltete sich zwar eher verhalten und nicht ganz lupenrein, doch Dirigent Marco Frischknecht kriegte das Geschehen schnell in Griff und konnte fortan den Verein zu einer Höchstleistung motivieren. Dies honorierte die Jury dann insbesondere beim gelungenen Vortrag des Selbstwahlstücks «Pompeji», mit dem die Musikgesellschaft Aadorf 90.33 Punkte von maximal 100 möglichen erreichte. Die 90.33 Punkte entsprachen in dieser Kategorie der höchsten, vergebenen Punktzahl für einen Vortrag. Beim Aufgabestück resultierten 86 Punkte, was in der Summe dann zum vierten Platz reichte.

Marschmusik

Am Nachmittag, bei idealen äusseren Bedingungen, stand die Marschmusik auf dem Programm. Mit dem zugelosten Marsch «Schwyzer Soldaten» wagte die Musikgesellschaft eine nicht alltägliche Aufstellung. Unterstützt von den Elgger Tambouren präsentierte sich nämlich das Posaunenregister in der ersten Reihe. Die Juroren honorierten dies aber herzlich wenig. Die erreichten 69.33 Punkten zeigten vielmehr auf, dass nach oben noch ein gewisses Potenzial vorhanden ist.

Dies tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch. Die Musikgesellschaft kann mit einem positiven Fazit das Abenteuer «EMF St. Gallen» abschliessen und feststellen, dass die von Dirigent Marco Frischknecht in den vergangenen zweieinhalb Jahren geleistete Aufbauarbeit nun die ersten Früchte eingebracht hat.

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Die Musikgesellschaft Aadorf nach den gelungen Konzertvorträgen im Freudentaumel.