Trümpfe haben gestochen

Mit dem Motto «Musik ist Trumpf» lud die Musikgesellschaft Aadorf am vergangenen Samstag zu ihrem Unterhaltungsabend ein. Das Programm vermochte zu überzeugen, es haben quasi alle ausgespielten Trümpfe gestochen.

(eing.) Mit der Jugendband «dynamic» eröffnete bereits zum wiederholten Male die Nachwuchsformation der Musikgesellschaft Aadorf den Unterhaltungsabend. Dieses Ensemble ist seit der Gründung vor etwas mehr als vier Jahren stetig gewachsen, sowohl in quantitativer als auch qualitativer Hinsicht. Das musikalische Repertoire trifft dabei den Zeitgeist der jugendlichen Mitglieder, dominierten doch moderne, von diversen Hitparaden geprägte Songs das Programm.

Mit einer musikalisch breiten Palette wartete dann die Musikgesellschaft Aadorf, die ebenso wie die Jugendband vom dynamisch, aber doch ruhig wirkenden Dirigenten Marco Frischknecht geleitet wird, in ihrem konzertanten Auftritt auf. Nationale und internationale Märsche, Polkas, solistische Einlagen (unter anderem ein rassiges Posaunensolo von Carolina Buess), aktuelle Hits und altbekannte Schlager wechselten sich munter ab. Einzelne Personen aus Publikum, wurden von Moderator Roman Engeler, der diese Tätigkeit seit nunmehr 25 Jahren ausübt, mehr oder weniger freiwillig aufgefordert, bekannte Titel gesanglich zu unterstützen. Dem Publikum wurde so eine veritable Alternative zur gleichzeitig in der Wohnstube flimmernden Fernsehsendung «Voice of Switzerland» geboten.

Verdiente Ehrung

Kurt Hohl ist nicht nur das älteste Mitglied des Vereins, er durfte im Rahmen des Unterhaltungsabend auch die verdiente Ehrung von für seine 60-jährige musikalische Laufbahn entgegennehmen. Bruno Zingg, extra angereistes Vorstandsmitglied des kantonalen Musikverbands, rechnete vor, das Kurt Hohl in den vergangen 60 Jahren wohl gegen 13 Jahre – Konzerte, Proben, Üben und Pflege der Kameradschaft zusammengezählt – für die Musik aufgewendet haben dürfte.

Humoristische Darbietungen

Mit Regula Sigg und Patricia Räss engagierte die Musikgesellschaft Aadorf als zusätzliche Auflockerung zwei Schauspielerinnen, die gekonnt einige Sketches zum Besten gaben und dabei dem Publikum manchen Lacher und vor allem viel Applaus abgewinnen konnten. Letzteres wurde reichlich auch der Musikgesellschaft gespendet, die sich mit mehreren Zugaben dafür revanchierte, bevor mit dem legendären «Zapfenstreich» aus der schweizerischen Trompeterordonnanz dem konzertanten Teil definitiv ein Ende gesetzt wurde.

Mit einer Nietenverlosung, bei der männiglich auf den Gewinn des schmucken, mit Lederkomponenten ausstaffierten «Retro»-Fahrrads hoffte, das letztlich in der Person von Renate Flückiger eine glückliche Gewinnerin fand, gingen die Aktivitäten im grossen Saal des Aadorfer Gemeinde- und Kulturzentrums zu Ende. Anschliessend verlagerte sich das Geschehen in die «Happy-Bar», deren Besucher wohl erst am folgenden Tag am eigenen Leibe erfahren mussten, dass die ohnehin schon kurze Nacht wegen der Zeitumstellung sich zusätzlich um eine Stunde reduzierte.

Text: Roman Engeler